Sie wurden dort zum ersten Mal Bürger, waren nicht wie in Europa vorbestimmte Opfer. Neuerdings schwärzt sich der Horizont, der Antisemitismus ist zurück. Dagegen steht eine gesegnete Vergangenheit, das Grundmuster seit 400 Jahren.
Der erste Jude in Amerika war Christoph Kolumbus: wohl eine Legende. Jedenfalls streiten sich die DNA-Experten noch immer. Auf sicherer Seite sind wir mit einem gewissen Luis de Carabajal, der 1570 im heutigen Texas auftauchte – ein «Converso». Es sollten aber noch ein paar hundert Jahre bis zur Masseneinwanderung ab 1880 vergehen – und noch länger, bis Juden der neuen Heimat ihren Stempel aufdrücken konnten.
Zu Beginn der Amerikanischen Revolution 1776, deren 250. Geburtstag heuer gefeiert wird, lebten gerade mal 2000 Juden in den dreizehn englischen Kolonien. Aber schon vierzehn Jahre später schrieb der erste Präsident, George Washington, an die Gemeinde des Ostküstenstädtchens Newport in verheissungsvoller biblischen Sprache: «Mögen die Kinder Abrahams den guten Willen der anderen Einwohner geniessen. Sie sollen sicher unter ihren Rebstöcken und Feigenbäumen sitzen und keinerlei Furcht verspüren.» Ein gutes Omen. Doch blieb die amerikanische Judenheit vorerst winzig – an die 15 000 zählten sie bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Etwas sichtbarer wurden sie immerhin schon im Bürgerkrieg 1861 bis 1865. Da hatte die Südstaatenkonföderation einen Innenminister namens Judah Benjamin – jüdischer geht’s nicht. Der atemberaubende Aufstieg begann ab den 1880ern, als Amerika zur «Goldenen Medine» für Juden wurde, Jiddisch für «Goldenes Land».
Ein hässlicher Bekannter
Zu verdanken war die kommende Blüte einem hässlichen alten Bekannten, dem Antisemitismus mit seinen mörderischen Pogromen in Osteuropa und Russland. Erinnern wir uns an «Tewje, der Milchmann», «Fiddler on the Roof», auf Deutsch «Anatevka». Der beklagte sich vor Gott: «Ich weiss, dass wir Dein auserwähltes Volk sind, aber kannst Du Dir nicht ab und zu ein anderes aussuchen?» Dem Tewje wurde über Nacht von den Kosaken Haus und Hof genommen. Seine ausgestossene Familie hatte keine andere Wahl als besitzlos nach Amerika abzuwandern.
So erging es jenen Aberhunderttausenden, die ihre uralten Wurzeln in Osteuropa kappen mussten. Knapp drei Millionen Juden zogen um Jahrtausendwende 1800/1900 über den Atlantik. Dann, 1924, machte Amerika das Land praktisch dicht – nicht allein für Juden, sondern für alle Andersartigen, die zur Freiheitsstatue drängten. Auf der stand die Verheissung gemeisselt: «Gebt mir eure Müden, Armen, geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren.» Dieses Vermächtnis geriet zwei Jahrzehnte später zum leeren Versprechen für die deutschen Juden, die ab 1933 vergeblich im «Goldenen Land» anklopften.
Heute sind die USA mit knapp sechs Millionen Juden neben Israel das zweite Zentrum des Judentums auf der Welt. Einst lebten in Europa/Russland an die elf Millionen Juden, nunmehr sind es anderthalb. Dieser winzige Rest hatte Zaren, Bolschewisten und Schoah überlebt. Amerika blieb Traumland – kein Wunder angesichts des märchenhaften Aufstiegs der Judenheit im «Home of the Free» (Nationalhymne).
Wieso sollten Juden und Amerika so gut zusammenpassen? Ein Schlüsseldatum ist das Jahr 1654, 100 Jahre vor der Geburt der USA. 23 jüdische Flüchtlinge aus Brasilien suchten Zuflucht im holländischen «Neu-Amsterdam» (New York). Dort trafen sie just auf einen judenhassenden Gouverneur, der ihnen die Tür zuknallte. Er hiess Peter Stuyvesant (heute besser als Zigarettenmarke bekannt). Er wollte diese «betrügerische Rasse» von «Geldschneidern und Gottesleugnern» nicht von Bord lassen. Die Story hatte ein Happyend, das weit in die Zukunft wies.
Denn die heimische Westindien-Kompanie schmetterte ihren Statthalter im Namen der Religionsfreiheit ab. Stuyvesant beugte sich, schickte aber einen wütenden Brief zurück: «Geben wir erst den Juden die Freiheit, können wir Lutheraner und Papisten auch nicht abweisen.» Ein Grauen: Überflutung durch falschgläubige Christen. Für die Juden war Stuyvesants Niederlage ein traumhafter Segen, wie die nächsten Jahrhunderte zeigen sollten. Damals wurde geboren, was heute «American exceptionalism» heisst, die «amerikanische Ausnahme». Ein Glück für die Juden aus der Alten Welt. Dort trugen die «Mörder Christi» das Kainsmal, das Vertreibung und Vernichtung rechtfertigte. Die dramatische Wende in Neu-Amsterdam: Plötzlich waren Juden nicht mehr die vorbestimmten Opfer. Denn für die holländischen Reformierten waren die wahren Übeltäter Katholiken und Lutheraner. Katholische Iren galten als «Fünfte Kolonne» des Papstes. Christliche Quäker waren ebenfalls Verräter des wahren Glaubens.
Objekte der Bigotterie
Die Juden waren also anders als in Europa nur eine Zielscheibe, nicht die alleinigen Sendboten des Bösen. Amerikaner sprechen hier ironisch von «equal-opportunity racism» – etwa «Chancengleichheit für jeglichen Hass», auf wen auch immer, egal, welcher Konfession oder Herkunft. Iren konnten Polen («Polacks») nicht ausstehen, und beide gingen auf Italiener («Dagos») los. Die WASPS, die weissen Anglo-Protestanten als herrschende Klasse, verachteten sie alle. Für die Juden war die Rundumverfemung ein Gottesgeschenk. Anders als in Europa waren sie nur eine Minderheit unter vielen, nur eine Zielscheibe in der Masse der Neuankömmlinge.
Diese «Chancengleichheit» – alle als Objekte der Bigotterie – war die eine Säule der amerikanischen Ausnahme. Die zweite, noch entscheidendere, war die «Trennmauer zwischen Kirche und Staat», die dem Gründervater Thomas Jefferson zu verdanken ist. Dieses geheiligte Prinzip wurde in der Verfassung verankert – noch ein Glücksfall für die Semiten. Denn in der Alten Welt herrschte das enge Bündnis zwischen Kurie und König; wen die Kirche als Häretiker brandmarkte, landete auf dem irdischen Scheiterhaufen.
Die Staatskirche war für alle Jungamerikaner geradezu Teufelswerk. Nun durfte keine Konfession privilegiert werden. Mein Gott und deiner mussten sich auf einem «freien Markt» durchsetzen. Es herrschte keine Kirchensteuer; Religion war Privatsache. Hier konnte eine Unzahl von Sekten und Glaubensgemeinschaften florieren. Kein Privileg, kein Konkurrenzschutz durch das Kartell «Thron und Altar». Nirgendwo anders konnten Juden so viel Freiheit geniessen wie in «God’s Own Country» namens USA.
Amerika, das «christliche Israel»
Die dritte Säule des «Exzeptionalismus»: Kein mehrheitlich christliches Land ist so «jüdisch» wie Amerika, was den tonangebenden Puritanern in Neu-England geschuldet ist. Diese Calvinisten, daheim von der Church of England verfolgt, kehrten zur hebräischen Bibel zurück. Dort sahen diese Abweichler ihre wahren Wurzeln. Auf der Seereise ins neue «Gelobte Land» predigte ihr grosser Hirte, John Winthrop, seinen Schäflein 1630: «Israels Gott ist unter uns.» Ihre Flucht aus England sahen sie als zweiten Exodus, als neuen Bund mit dem Höchsten. Die Juden waren die «geliebten Kinder Gottes», nicht die «Teufelskinder», deren Synagogen Martin Luther niederbrennen wollte. Jenseits des Atlantiks wollten die Puritaner, die ersten Pilgerväter, die Juden kopieren – die «City upon a hill», das «Neue Jerusalem» erbauen. Hier sollte nicht nur Glaubensfreiheit herrschen, sondern auch die Demokratie, der Katechismus der Gleichheit. Für die Puritaner war Amerika das «christliche Israel». Jüdisches Recht ging in den frühen amerikanischen Korpus ein. Städte heissen «New Zion», «Salem» oder «New Canaan». Die Kinder kriegten biblische Namen wie «Aaron» und «Abigail».
Strenge Quoten für Juden
Diese drei Säulen stehen nirgendwo im christlichen Europa. Nicht, dass die Geschichte des amerikanischen Judentums reines Zuckerschlecken war. Natürlich wurden sie von den WASPs diskriminiert. Aber eben wie alle anderen Minderheiten. Es gab strenge Quoten für Juden in der «Efeu-Liga» bis in die 50er-Jahre des 20. Jahrhunderts. Die Top-Etagen in Big Business und Banking blieben ihnen verschlossen. Aber bereits in den frühen 80ern war das Familieneinkommen von Juden das höchste aller Ethnien. Seitdem lassen sich die Erfolgsmeldungen kaum zählen.
Zum Beispiel in der Politik. Im Senat gibt es zehn Juden, prozentual fünfmal mehr als dem jüdischen Bevölkerungsanteil von zwei Prozent entspricht. Sieben der 50 Staatsgouverneure sind Juden, mit vierzehn Prozent wiederum mehr als es ihrem Proporz entspräche. Fast wäre Senator Joe Lieberman 2000 Vizepräsident geworden; bei der Auszählung der Stimmen für Al Gore fehlten nur ein paar 100 für den Sieg. Und immer so weiter in Universität, Wirtschaft, Film, Journalismus, Literatur und Unterhaltung. Man kann sich weder Harvard noch Hollywood, weder Saul Bellow noch die amerikanische Atombombe ohne Juden vorstellen. Das konnten sich die Millionen Juden, die ab 1880 einwanderten, nicht einmal erträumen, nachdem sie vor Zaren, Bolschewiken und Nazis geflohen waren. Fussnote: In Polen lebten auf dem Höhepunkt dreieinhalb Millionen Juden, die grösste Gemeinschaft in Europa. Heute ist das Land praktisch «judenrein».
Weder verfolgt noch vertrieben
Wo sind die nicht so guten Nachrichten? Juden werden weder verfolgt noch vertrieben. Sie bleiben wohlhabend, hochgebildet und einflussreich. Doch bröckelt ihre politische Heimat, die Demokratische Partei. Juden haben seit Roosevelt und Truman bis zu 90 Prozent für deren Kandidaten gestimmt. Dann fiel diese Quote sanft, aber stetig ab. Bei Barak Obama lag sie bei 69 Prozent, bei Kamala Harris (2024) noch niedriger.
Wie den Absturz erklären? Das eine Stichwort lautet «Israel» – seit Barack Obama und Joe Biden wenden sich die Demokraten vom jüdischen Staat ab und hin zu dessen Todfeind Iran, der mit seinen Heloten Hamas, Hizbollah und Huthi einen Stellvertreterkrieg gegen Israel führt. Trotzdem sind die Demokraten von der Fahne gegangen – wider aller Tradition seit der Geburt des Staates Israels 1948. Es verblasst ein Jahrhundert, wo «Jude gleich Demokrat» war. Die dürren Zahlen: Im Jahre 2024 stimmten 19 Demokraten im Senat für ein Waffenembargo gegen Israel, 2025 waren es schon 24. In diesem Jahr wollten 40 von insgesamt 47 in der Fraktion dem jüdischen Staat Waffen verweigern. In einer nationalen Umfrage im März bekundeten die meisten Republikaner Sympathie für Israel; bei den Demokraten offenbarten 80 Prozent ihre Abneigung. Das grimmigste Signal liefert ausgerechnet New York, die jüdischste aller Städte. Hier, nomen est omen, regiert nun ein islamischer Bürgermeister namens Zohran Mamdami, der sein antijüdisches Ressentiment nicht einmal kaschiert. Er hatte vier jüdische Vorgänger im Amt.
Das zweite Stichwort ist «Wokismus», der die Linke im Griff hat. Die Demokraten rutschen seit Obama in den Kulturkampf, der alle möglichen Gruppen mit Goodies begünstigt, die nicht unbedingt Leistung belohnen. Es regieren Gruppen- statt Individualrechte, was in Juden die finstere Erinnerung an den überkommenen europäischen Ständestaat weckt. Ein Schlagwortet lautet LBGTQ+, das alle möglichen Geschlechter umfasst. Ein anderes ist BIPOC, ein Begriff, der Schwarze, Indigene und Andersfarbige als Opfer des Rassismus klassifiziert. All diesen Gruppen gebühre Bevorzugung im Wettbewerb.
Schlechte alte Zeiten
Freilich huldigt die jüdische Intelligenzija in Medien und Universitäten ebenfalls dem neuen Glauben. Dagegen denkt der Rest an die schlechten alten Zeiten, wo ihre Vorfahren sich den Aufstieg wider alle Hindernisse erkämpfen mussten. Ihre Kinder sehen den Zugang zu Harvard und Co. sowie in den Top-Etagen der Wirtschaft rationiert. So wie in den Dekaden vor und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Das dritte Stichwort ist der böse alte Antisemitismus, verklärt als «Anti-Zionismus», der übrigens nicht nur links wuchert und plötzlich wieder salonfähig wird. Da tauchen rechts wieder die alten Legenden von Christus- und Kindermord auf, von Wucher und Gier. Und links wie rechts wabert die Mär von der Allmacht der Juden, die an den Hebeln sitzen, zudem die Köpfe vergiften. Diese nachmaligen «Weisen von Zion» strebten nach der Weltherrschaft. Binyamin Netanyahu hätte Donald Trump wider das nationale Interesse in den Iran-Krieg getrieben. Die Ironie? Historisch war der Antisemitismus ein weit rechtes Phänomen, aber diesmal, wie in Sowjetrussland, grassiert er vor allem links, in der angestammten Heimat der amerikanischen Judenheit. Die Rechte holt aber auf. Ihr Medien-Star, Tucker Carlson, sieht den Krieg gegen Iran als jüdische Verschwörung, als Religionskrieg. Die Juden wollen die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem vernichten, um ihren Tempel wiederzuerrichten. Die wahren Opfer seien «christliche, westliche, weisse Länder, nicht die Mullahs. So war es doch immer». Israel sei nur die Speerspitze des Weltjudentums. In «Anatevka» sinniert ein Dorfbewohner während der Vertreibung: «Rabbi, wir haben unser ganzes Leben lang auf den Messias gewartet. Wäre jetzt nicht ein guter Zeitpunkt für ihn, zu kommen?» Der Rebbe: «Wir werden woanders auf ihn warten. In der Zwischenzeit fangen wir an zu packen.» Ironie als typisch jüdischer Trost.
Bürger, nicht Opfer
Nun zu den besseren Nachrichten. Vorweg sind die amerikanischen Juden seit Urzeiten Bürger, nicht Opfer wie im alten Pogromland Europa. Sie wissen sich politisch wie intellektuell zu wehren – anders als die «Müden, Armen, geknechteten Massen» – siehe Freiheitstatue. Siehe heute den jüdischen Senator John Fetterman, den Demokraten aus Pennsylvania: «Wenn nötig, werde ich der letzte Demokrat sein, der Israel beisteht.»
Das sind Momentaufnahmen, die nicht die Zukunft bestimmen. Schlagen wir also einen grossen Bogen in die Vergangenheit. Niemand vermag die vielen, ja mörderischen Krisen Amerikas zu zählen. Abraham Lincoln feierte mitten im Bürgerkrieg das Land als «letzte, beste Hoffnung der Menschheit». Wer es nicht so sonor will, möge die amerikanische Geschichte konsultieren. Die beginnt mit einer demokratischen Revolution gegen England, die gegen die Tyrannei fast gescheitert wäre, aber den Weg in die älteste liberale Demokratie auf Erden trassierte. Der Bürgerkrieg hat mehr Menschenleben gekostet als alle amerikanischen Kriege danach, aber die Demokratie hielt stand, obwohl anderswo in solchen Fällen die «starken Männer» hervortreten. Die Weltwirtschaftskrise brachte in Europa Diktatoren hervor, in den USA Franklin D. Roosevelt. Die Hatz auf imaginäre Kommunisten unter dem Demagogen Joe McCarthy endete nach drei Jahren mit dessen Ächtung im Kongress. Als Richard Nixons kriminelle Machenschaften in der Watergate-Affäre ruchbar wurden, erzwang die eigene Partei seinen Rücktritt. Nun probt Trump die Machtergreifung. Zwar bleiben ihm noch zweieinhalb Jahre im Weissen Haus. Aber die Verfassung, zumal die «Dritte Gewalt», die Gerichtsbarkeit, lässt sich nicht austricksen.
Stetig sinken seine Umfragewerte
Lauter Gutenachtmärchen? Trotz aller Verfehlungen und törichter Kriege, trotz Sklaverei und Rassismus richtet sich die Republik seit 250 Jahren immer wieder auf und ehrt ihre Freiheitstradition. Die Juden haben dabei ihren Part gespielt, gerade bei den Bürgerrechtsgesetzen der 1960er, welche endlich die Gleichstellung von Schwarzen formalisierten. Weil die Hebräer bessere Menschen sind? Der Grund war ein praktischer. Sie haben nirgendwo besser gelebt, abgesehen von ihrer deutschen Glanzzeit zwischen Otto von Bismarck und Adolf Hitler.
Nur: Die «Goldene Medineh» strahlt derzeit nicht so kräftig wie nach dem glücklichen Ausgang der Affäre Peter Stuyvesant, der die Juden im 17. Jahrhundert als «betrügerische Rasse» vertreiben wollte. Wer gern die Bibel bemüht, darf Prediger 1 auffahren: «Alles vergeht» – so auch die Bedrängnis des gegenwärtigen Judentums in Amerika. Wer sich lieber aufs Weltliche verlässt, beobachte den Beginn eines ideologischen Umschwungs. Seit Jahrzehnt-Mitte geht der Wokismus zurück. Die Historie verweist jedenfalls auf die wundersame Karriere der Juden in Amerika seit den Puritanern. Die Hebräer waren die «geliebten Kinder Gottes». Gegen diese festgefügte Tradition wirken die antisemitischen Aufwallungen unserer Zeit wie Blips auf dem Radar.
Der Autor war Chefredaktor und Herausgeber der «Zeit», hat an den Universitäten Harvard und Johns Hopkins studiert und dort wie auch an der Stanford University Politikwissenschaften gelehrt.