Bryan Stevenson gilt als einer der bedeutendsten und erfolgreichsten Anwälte für soziale Gerechtigkeit in den USA. Seine Autobiographie «Just Mercy» wurde zum internationalen Longseller, deren Verfilmung zum Kinoerfolg.
Aufgewachsen ist der heute 66jährige in ärmlichen Verhältnissen in Delaware an der Ostküste der USA. Für eine Weile liebäugelte der vielseitig Begabte mit einer Laufbahn als Pianist oder Sportler. Schliesslich entschied er sich, Anwalt zu werden– ohne jemals zuvor einen Anwalt gesehen zu haben. Mit Bestnoten schaffte es der junge Mann an die Eliteuniversität Harvard. Doch das Jurastudium schien abgekoppelt von den Themen, die ihn wirklich interessierten: «race and poverty». Erst mit 23, während eines vierwöchigen Praktikums im Southern Prison Defense Committee in Atlanta, Georgia, verflogen seine Zweifel. Denn hier traf er auf Menschen, die für dasselbe brannten wie er.
Sieben Jahre später gründete Bryan Stevenson in Montgomery, Alabama, die Equal Justice Initiative, EJI. Die von privaten Spenden finanzierte NGO vertritt Kinder und Erwachsene, die zu Unrecht verhaftet, inhaftiert oder verurteilt worden sind sowie Opfer von Gefängnisbrutalität und zum Tod Verurteilte.
Mit dem heutigen Museums- und Gedenkstättenkomplex hat Bryan Stevenson Montgomery weit über die USA hinaus zur wichtigsten Destination für all jene gemacht, die sich umfassend über die amerikanische Geschichte der Sklaverei und über die noch heute grassierende Ungerechtigkeit und Ungleichheit zwischen Schwarz und Weiss informieren wollen.
Zur Person
29. Mai 2026
Bryan Stevenson
Redaktion