Chaim Arlosoroff galt als Visionär eines Zusammenlebens von Juden und Arabern – 1933 wurde er in Tel Aviv ermordet.
Vor dem Hintergrund der blutigen Gewaltausschreitungen zwischen Arabern und Juden im britischen Mandatsgebiet Palästina 1929 schrieb Chaim Arlosoroff (1899–1933): «Wie konnten wir uns in eine so aussichtslose Politik drängen lassen? Wie konnte es geschehen, dass sich um uns herum ein System von Provokationen entwickelt und aufgebaut hat, das mit List gelenkt wird? (…) Dass wir den arabischen Radikalen eine Waffe in die Hand gegeben haben, die sie nicht nur gegenüber den Palästinensern, sondern gegenüber der gesamten muslimischen Welt gegen uns einsetzen können? Dass wir mit Bravour eine Politik betreiben, die unseren Hauptinteressen zuwiderläuft und die in den blutigen Wochen, die wir erlebt haben, gipfelte?»
Obwohl diese Worte nicht aus der Gegenwart stammen, können sie sich gegenwärtig lesen und interpretieren lassen. Die Massaker, die auf beiden Seiten weit über 100 Opfer forderten, hatten ihren Ursprung im Streit um die Hoheit über die heiligen Stätten Jerusalems. Die auch von charedischen Anführern geschürten Unruhen breiteten sich auf alle Gegenden des Landes aus, die von Juden und Arabern gemeinsam bewohnt wurden. Arlosoroffs vorausblickende Worte sind Teil des politischen Vermächtnisses eines Mannes, der kaum 30-jährig unter der Führung von Chaim Weizmann die politischen Richtlinien der zionistischen Bewegung gestaltete.
Gegen Unterdrückung und Ausbeutung
Arlosoroffs Familie war von der Ukraine aus auf der Flucht vor Pogromen zunächst nach Königsberg und von dort nach Berlin ausgewandert, wo Chaim 1924 an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Wirtschaftswissenschaft promovierte. Noch während des Studiums verfasste er Artikel über zionistische Themen, wie etwa die Frage der Finanzierung der Siedler in Palästina, und entwarf Konzepte für ein Zusammenleben von Juden und Arabern:
«Soll das Volk, das die Welt als erstes die Ideale der Gerechtigkeit und Freiheit gelehrt hat, zögern, in seinem Leben diese Ideale zu verwirklichen? Soll es aus dem Ruin des zusammenbrechenden Europas die Fäulnis retten, in sein neues Land die Schande der Unterdrückung und Ausbeutung tragen?»
Noch in Berlin war Chaim Arlosoroff 1919 der zionistischen Partei Hapoel Hatzair («Der junge Arbeiter») beigetreten, deren Ideologie der «Erlösung des Landes Israel durch Arbeit» er in seinem wohl bekanntesten Traktat, «Jewish People’s Socialism», popularisierte. Es war der erste Versuch, die Grundlagen der sozialistischen Ideale mit der Volkswerdung jüdischer Identität zu verbinden. 1924 wanderte Chaim Arlosoroff nach Palästina aus, wo er sich als Leitfigur der zionistischen Arbeiterbewegung etablierte und die Fusion von Hapoel Hatzair mit der marxistisch-zionistischen Poale Zion zur Mapai-Arbeitspartei vorantrieb. Mapai übernahm in der Folge unter der Führung von David Ben-Gurion die politische Vorherrschaft in der zionistischen Bewegung. Chaim Arlosoroff wurde deren Repräsentant in der Exekutive und charismatischer Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency for Palestine. Chaim Weizmann hielt es für unerlässlich, alle Anstrengungen zu unternehmen, um eine Verständigung mit den Arabern zu erreichen. Diese als «reine Politik» bezeichnete Doktrin wurde am klarsten von Arlosoroff vertreten. Bereits in den frühen 1920er Jahren war er zur Überzeugung gelangt, dass die jüdische nationale Heimstätte nur mit der vollen Kooperation der Araber errichtet werden konnte. Arlosoroffs Vision umfasste neben der Zusammenarbeit mit der Mandatsregierung auch die Kooperation mit den Arabern Palästinas wie auch mit den Nachbarländern, deren Interesse an einer Modernisierung ihrer Territorien er politisch nutzen wollte. Arlosoroff hielt das Erreichen einer jüdischen Mehrheit in Palästina zwar für erstrebenswert, doch er unterliess es, dies als Ziel zu proklamieren. Er agierte damit in scharfem Gegensatz zu den von Ze’ev Jabotinsky angeführten Revisionisten, die sich eine Vorherrschaft über Palästina mit Waffengewalt zu erobern suchten.
Kurs der Annäherung
Auf dem 17. Zionistenkongress, der 1931 in Basel abgehalten wurde, konnte sich Jabotinskys Antrag zur Doktrin des Zionismus, «Schaffung einer jüdischen Mehrheit in Eretz Jisrael», nicht durchsetzen. Im Kontrast dazu wurde auf demselben Kongress der diplomatisch agierende Chaim Arlosoroff zum Vorsitzenden der Politischen Abteilung der Jewish Agency gewählt. Daraufhin nahmen die Spannungen zwischen dem revisionistischen Flügel Jabotinskys und den gemässigten Kräften der zionistischen Organisation, zu denen auch Mapai gehörte, zu.
Wie weit die Positionen auseinander lagen, machte Arlosoroff bald darauf mit seiner Haltung deutlich. Er meinte, dass, wenn es nicht möglich sein sollte, eine jüdische Mehrheit in Palästina zu erreichen, auch ein «Gleichgewicht zwischen den Nationen» zufriedenstellend wäre. Zudem führte er Gespräche mit den Führern der panarabischen Bewegung und den Scheichs von Transjordanien und schickte Abgesandte in die Region, um die Ansiedlung deutscher Juden in Syrien und Jordanien als Teil seiner Integrationspolitik auszuloten. Dies führte zu einer wilden Hetzkampagne der revisionistischen «Volksfront», die ihm eine Verschwörung mit Arabern, «um ein Pogrom an Juden zu verüben», unterstellte.
Arlosoroffs Kurs der Annäherung stiess auch in seiner Partei auf Widerspruch, wo David Ben-Gurion seine Politik der territorialen Teilung zwischen Juden und Arabern vorantrieb. Doch Chaim Weizmann liess den gewieften Verhandler, der beste Kontakte zur Mandatsmacht und den einflussreichen arabischen Potentaten unterhielt, gewähren und wehrte die teils vehementen Angriffe gegen ihn stets ab. Mosche Tschertok, der unter dem Namen Sharett erster Aussenminister Israels werden sollte und 1953 als Ministerpräsident auf David Ben-Gurion folgte, charakterisierte Chaim Arlosoroff folgendermassen: «Er hatte den Verstand eines Staatsmannes, den Charakter eines Kriegers und die Seele eines Dichters.»
Pakt mit dem Teufel
Chaim Arlosoroff war der einzige unter den Führern der zionistischen Arbeiterbewegung mit einer profunden akademischen Bildung. Sein Werdegang war nachhaltig in Deutschland geprägt worden. Zeitlebens bezeugte er Respekt und Dankbarkeit für den Reichtum an Wissen und Gelehrsamkeit, den er sich in den beinahe 20 Jahren an deutschen Schulen und Universitäten aneignen konnte. Dass er trotz dieser profunden Kenntnis zu Beginn der 1930er Jahre in seinen Schriften und Reden kaum auf den Aufstieg Adolf Hitlers und den Nazismus eingeht, mag darin begründet gewesen sein, dass der Hitlerismus und das deutsch-jüdische Problem aus der Perspektive des Jischuws in erster Linie als eine weitere Tragödie des Diaspora-Judentums gesehen wurden. Im vornehmlich auf Palästina orientierten Weltbild der zionistischen Elite war die Entwicklung in Deutschland lediglich eine der vielen Ausprägungen des Antisemitismus und ein weiteres akzeptiertes Argument für die Notwendigkeit, den Judenstaat zu schaffen. Chaim Arlosoroff sah demnach 1933 kaum Veranlassung, unter dem Druck einer drohenden Katastrophe zu handeln. Vielmehr interpretierte auch er den virulenten Antisemitismus der Nationalsozialisten als Ausgangspunkt für eine Welle von Neueinwanderern, die zudem weitere Mittel für den Aufbau in das Land bringen würden.
Im Mai 1933 bereiste Chaim Arlosoroff Deutschland während fünf Wochen. In diese Zeit fielen auch die Verhandlungen der Jewish Agency mit dem Berliner Reichsministerium für Wirtschaft über das «Ha’avara-Abkommen», dessen Absicht darin bestand, die Emigration deutscher Juden nach Palästina zu erleichtern und zugleich den Export deutscher Güter dorthin zu fördern. Das Abkommen ermöglichte den Auswanderungswilligen, Teile ihres Vermögens nach Palästina zu transferieren, unter der Bedingung, dass mit dem Anteil ihrer zwangsweise in Deutschland verbleibenden Vermögenswerten eine verstärkte Ausfuhr deutscher Waren nach Palästina verrechnet werden musste. Für den Ökonomen und Aussenminister der Jewish Agency war das Abkommen ein Erfolg. Dessen Wirkung – die Regelung wurde von etwa 50 000 jüdischen Deutschen genutzt – konnte er nicht mehr erleben. Für den radikalen Flügel der Zionisten und dessen Wortführer Ze’ev Jabotinsky hingegen war das Abkommen ein Pakt mit dem Teufel, «der nie hätte geschlossen werden dürfen».
Chaim Arlosoroff, der mit seiner Politik des Ausgleichs in der sogenannten arabischen Frage schon seit geraumer Zeit im Fadenkreuz der militanten Revisionisten stand, beging in ihren Augen mit dem von ihm orchestrierten «Teufelspakt» endgültig Verrat. Doch auch gemässigte Zionisten übten Kritik an der «Ha’avara», da das Abkommen Boykottmassnahmen gegen die Nationalsozialisten zuwiderlief, die gleichzeitig vor allem in den USA vorangetrieben wurden. Zwei Tage nach seiner Rückkehr aus Deutschland wurde Chaim Arlosoroff, der in Begleitung seiner Frau Sima war, am Abend des 16. Juni 1933 am Strand von Tel Aviv kaltblütig niedergeschossen. In einer Erinnerung, die seine Weggefährten 1935 im Berliner Hechaluz-Verlag veröffentlichten, ist sein letzter Arbeitstag beschrieben:
«Es erschienen fast alle Mitglieder der Zentrale [der Mapai] aus Tel-Aviv und Jerusalem. Arlosoroff berichtet über seine Reise. Er spricht über die Situation in Deutschland und die Einwanderung deutscher Juden nach Palästina, über die Solidaritätsaktion für die deutschen Juden. Besondere Pläne entwickelt er für die Jugendalijah (…). Um die Mittagszeit muss die Sitzung unterbrochen werden. Arlosoroff muss nach Jerusalem zu einer Unterredung mit dem Oberkommissar. Er beabsichtigt, bei ihm eine bestimmte Anzahl von [Einwanderungs-] Zertifikaten für die Jugendalijah zu erwirken. Es wird beschlossen, die Sitzung am Sonntag fortzusetzen. Und am Sonntag? Das grausame Schicksal wollte es, dass wir mit ihm früher als beabsichtigt war zusammentrafen – an seinem Sarge (…).»
Mittel der vergifteten Hetze
Die Tat sorgte weltweit für Schlagzeilen. Es dauerte nicht lange, bis David Ben-Gurion die radikalen Revisionisten des Mordes bezichtigte: «Ich habe den Verdacht, dass eine vergiftete, blutige Hand den Mord begangen hat. Es ist eine heilige Pflicht der jüdischen Öffentlichkeit, sich aus dem Lager herauszuhalten, das seinen politischen Kampf mit den Mitteln der vergiftenden Hetze führt und auf diese Weise anonyme Täter zum Mord anstiftet. Ich beschuldige klar den revisionistischen Anführer und seine nächsten Helfer, diese Mittel zu nutzen.»
Jabotinsky konterte, dass nicht Juden, sondern arabische Jugendliche Chaim Arlosoroff in räuberischer Absicht umgebracht hätten. Ein Szenario, das die Revisionisten nährten, um sich damit absichtsvoll weit verbreiteter Vorurteile zu bedienen:
«In unserer jüdischen Existenz hat sich eine bestialische Atmosphäre entwickelt. Figuren, die den Anspruch haben, Anführer und Erzieher der Massen zu sein, denken nur darüber nach, wie sie die Gelegenheit nutzen können, um Wähler zu gewinnen. Sie träumten und hofften von Anfang an nur von einem: Möge der Täter ein Jude sein! Sie brachen in triumphierenden Jubel aus, als der ‹Telegraph› die Nachricht brachte, dass die Polizei, Gott sei Dank, einen Juden festgenommen hatte.»
Der Mord an Chaim Arlosoroff drohte, den Jischuw zu spalten. Juden gegen Juden. Auch rankten sich abenteuerliche Vermutungen um die Tat. Es wurde unterstellt, seine Frau habe sich seiner entledigt. Für viel Gesprächsstoff sorgte auch der Verdacht, Arlosoroff wäre von Nazi-Agenten umgebracht worden, deren Motiv seine frühe Berliner Liaison mit Magda Behrend, der späteren Magda Goebbels, gewesen sei. Eine Episode, die Josef Goebbels mit allen Mitteln zu unterdrücken versuchte. Nichts von alledem sollte sich bewahrheiten.
1934 standen drei jüdische Männer in Jerusalem vor Gericht: Abraham Stavsky, ein aktives Mitglied von Betar, dem revisionistischen Vorläufer der israelischen Parteien Cherut und Likud. Zvi Rosenblatt, der die Betar-Gruppe von Tel-Aviv anführte. Und Abba Achimeir, der 1932 Brit Habiryonim, eine militante, Jabotinsky-nahe Gruppe, gegründet hatte. Achimeir wurde mangels Beweisen freigesprochen. Stavsky wurde für schuldig befunden und zum Tode verurteilt. Rosenblatt wurde wegen Beihilfe zum Mord verurteilt.
In einem aufsehenerregenden Berufungsprozess, der die zeitgenössische Presse auch an die Rehabilitierung von Alfred Dreyfus erinnerte, wurden Stavsky und Rosenblatt freigesprochen. Das hohe Gericht für schwere Straftaten stellte dennoch fest: «Wäre der Prozess in England oder einem anderen Territorium des British Empire geführt worden, hätte er nicht zum Freispruch der Angeklagten geführt.» Die Richter machten damit deutlich, dass sie einzig aufgrund einer im Mandatsgebiet formal vorgegebenen Prozessordnung, die die Zeugenaussage der Witwe Arlosoroffs nicht zuliess, gezwungen waren, zu einem Urteil zu gelangen, das ihrer Beurteilung des Tathergangs nicht entsprach. Das Gericht bekannte sich zu einem Fehlurteil, auch wenn dies die letztinstanzlichen Freisprüche nicht mehr ändern sollte. Für die Revisionisten, zu deren Anhängern auch der spätere Ministerpräsident Menachem Begin gehörte, bedeutete der Freispruch die Erlösung von der Anklage, einen politisch motivierten Brudermord angestiftet zu haben.
Die Zweifel bleiben bestehen
Der «Mordfall Arlosoroff» kam indes nicht zur Ruhe. Er entwickelte sich zu einer noch Jahrzehnte währenden – auch nach der Staatsgründung Israels anhaltenden – Cause célèbre, die im tiefen Zerwürfnis der politisch unversöhnlichen Lager von Mapai und Cherut (seit 1973 Likud-Block) immer wieder aufflackerte. 1982, 50 Jahre nach der Tat, rollte der Biograf von David Ben-Gurion, Shabatai Teveth, in seinem Buch «The Arlosoroff Murder» das Tatmotiv und den Hergang des Prozesses erneut auf.
Auch in früheren Publikationen waren die «zionistischen Revisionisten» beschuldigt worden, Arlosoroff ermordet zu haben (Christopher Sykes: «Cross Roads to Israel»; Kenneth Love: «Suez: The Twice-Fought War; A History»), eine Darstellung, gegen die der freigesprochene Zwi Rosenblatt mehrmals auf Unterlassung klagte – und sich damit durchsetzte. Doch Zweifel daran blieben bestehen.
Zehn Jahre darauf war eine mächtigere Kraft am Werk, um Arlosoroffs Blut an den Händen der Revisionisten ein für alle Mal aus der Geschichte des Zionismus wegzuwaschen: Menachem Begin, seit 1977 Ministerpräsident Israels. Kraft seines Amtes orderte Begin eine staatliche Kommission an, welche die in Shabatai Teveths Buch erhobenen «Behauptungen» untersuchen sollte und der Regierung einen Bericht über die Erkenntnisse vorzulegen hatte. Ein unüblicher Vorgang, denn die Beauftragung einer staatlichen Untersuchungskommission ist Vorkommnissen von «weitreichendem öffentlichem Interesse» vorbehalten, ein Kriterium, das der «Mordfall Arlosoroff» 50 Jahre nach der Tat nicht erfüllen konnte. Die nach ihrem Vorsitzenden benannte Bechor-Kommission kam zu der Erkenntnis, dass weder Abraham Stavsky noch Zwi Rosenblatt die Mörder von Chaim Arlosoroff gewesen sein konnten. Sie seien auch nicht in die Tat verstrickt gewesen. Mit diesem Verdikt haben sich Menachem Begin, der Likud und alle ihre ideologischen Nachfahren vom Odium der politisch motivierten Ermordung einer Lichtgestalt der zionistischen Bewegung zu entledigen gewusst. Der heimtückische Mord an Chaim Arlosoroff gilt deshalb weiterhin als «ungeklärt».
Davon unbesehen lebt die Untat eines jüdischen Mörders an einem andersdenkenden Juden fort. Arlosoroff blieb bis 1995 «der politische Mord» in der Geschichte Israels. Doch seit dem Attentat auf Itzhak Rabin ist der Mord an Chaim Arlosoroff kein singuläres Ereignis mehr. Beide Opfer waren Protagonisten einer Zukunftsvision, deren Verwirklichung aus dem politischen Hinterhalt ihrer Gegner ein vorsätzliches Ende bereitet wurde.
Es zeigt sich eine ungebrochene Reihe, die von Ze’ev Jabotinsky über Menachem Begin bis zu Binyamin Netanyahu führt: «Für diese Tragödie (die Ermordung Rabins, Anm. d. Red.) will man den Likud beschuldigen, als ob er hinter diesen Dingen steht. Niemand wage es, den Likud der Hetze zu beschuldigen.» Nur Tote lügen nicht!
Gabriel Heim ist Journalist, Autor und Regisseur und lebt in Basel.