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LONDON

Theresa May gegen Aufkündigung des Nukleardeals

10. Oktober 2017
Ein Telefongespräch Jerusalem-London.

In einem Telefongespräch mit Israels Premier Binyamin Netanyahu betonte die britische Regierungschefin Theresa May diese Woche, dass Grossbritannien eine Aufkündigung des zwischen Iran und westlichen Mächten 2015 erzielten Nukleardeals ablehne. May sagte Netanyahu vielmehr, London bleibe dem Deal gegenüber fest verpflichtet und sei überzeugt, dass es «lebenswichtig für die regionale Sicherheit» sei. Als Begründung erklärte die britische Premierministerin, das Abkommen neutralisiere «für mehr als zehn Jahre» die Möglichkeit, dass Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelange. May sagte Netanyahu laut Angaben aus London ferner, es sei wichtig, dass der Deal sorgfältig überwacht und adäquat in die Tat umgesetzt werde. Auch müssten beide Seiten sich an ihre Verpflichtungen halten. May und Netanyahu, der zusammen mit US-Präsident Trump das Abkommen in Bausch und Bogen kritisiert, waren sich in ihrem Gespräch immerhin dahingehend einig, dass die internationale Völkergemeinschaft sich mit der Gefahr befassen müsse, die Iran für die Golfstaaten und den ganzen Nahen Osten darstelle. Man müsse zusammen handeln, um die iranischen Versuche zu stoppen, die regionale Stabilität zu untergraben. JU





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