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ROTTERDAM

Stadt erlaubte Anlass von Hamas-Sympathisanten

19. April 2017
Israel-Botschaft gibt sich «zutiefst besorgt».

Mit «grosser Besorgnis» reagierte die israelische Botschaft in den Niederlanden auf einen Anlass, der in Rotterdam von Sympathisanten der Hamas-Bewegung durchgeführt werden durfte. Die Botschaft veröffentlichte ihre Verlautbarung am letzten Freitag im Vorfeld der Versammlung von einigen hundert Leute an einer Konferenz vom Samstag unter dem Titel «Palästinenser in Europa» - nach Meinung der Botschaft ein Deckmantel für die Hamas. Die Behörden hatten abschlägig auf ein Ersuchen pro-israelischer Aktivisten reagiert, die am Samstag in Rotterdam aus Protest gegen die Konferenz marschieren wollten, die nach Angaben von Lokalzeitungen vom Palestinian Return Center PRC organisiert worden war. Ahmed Aboutaleb, der Bürgermeister von Rotterdam, ein in Marokko als Kind einer muslimischen Familie gross gewordener Politiker, der offen harte Worte gegen den Antisemitismus geäussert hat, widersetze sich dem Wunsch der jüdischen Gemeinde, die Veranstaltung zu verbieten. Auch einige niederländische Politiker protestierten umsonst dagegen, dass grünes Licht für die Abhaltung der Konferenz gegeben worden war. [TA]





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