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Metropole durch Pelz

VORWORT

Ort der Linden

6. Februar 2017
Die Wurzeln der Stadt gehen bis in die Jungsteinzeit zurück, schreibt Gundula Madeleine Tegtmeyer in ihrem Beitrag über den Pelzhandel in Leipzig. Urkundlich belegt ist die Sachsen-Metropole seit 1050. Forscher führen ihren Namen auf das altsorbische Wort «Lipa»... Mehr...
STANDPUNKT

Juden in Leipzig

Steffen Held, 6. Februar 2017
Ein geschichtlicher Überblick von der Schwelle zur Moderne bis zur Epoche des Wandels.
Eine Mitteilung in einer jüdischen Quelle deutet auf die Anwesenheit von Juden in Leipzig in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts hin. 1349 wurden sie wahrscheinlich vertrieben; wenige Jahre später erfolgte eine Neuansiedlung. Um 1450 trifft eine erneute Welle umfassender... Mehr...

VERLAGE BÜCHER UND PARTITUREN AUS LEIPZIG

Ausserordentliche Druckwerke

Martin Dreyfus, 6. Februar 2017
Zwei renommierte jüdische Publikationshäuser haben in Leipzig ihre Wurzeln: Der Partiturverlag Edition Peters und der Verlag Jakob Hegner.
Leipzig ist seit Jahrhunderten eine Buchstadt. «Jüdische» (Buch-)Verlage, besser Verlagshäuser von jüdischen Gründern oder Inhabern sind im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert aber zunächst vor allem in Berlin, Frankfurt und München zu Hause, in... Mehr...

EMANZIPATION MODE IN DER DDR

Die «Vogue» des Ostens

Katja Behling, 6. Februar 2017
Sibylle Boden-Gerstner (1920–2016) gründete mit der «Sibylle» die erste Modezeitschrift der DDR. Publiziert im Leipziger Verlag für die Frau, brachte das Magazin Pariser Flair ins sozialistische Deutschland.
Mit 95 Jahren konnte sie noch eine Vernissage mit eigenen Arbeiten erleben – Mitte Januar 2016 zeigte eine Galerie in Berlin unter dem Motto «Lebensbogen – Ölbilder, Aquarelle, Kostümentwürfe» von Sibylle Boden-Gerstner, die in ihrem ungewöhnlichen Leben... Mehr...

INTERVIEW FORSCHUNG AM SIMON-DUBNOW-INSTITUT

Ein Leben für jüdische Geschichte

Yves Kugelmann, 6. Februar 2017
Raphael Gross, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur und Inhaber des Lehrstuhls für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig, im Gespräch mit aufbau.
aufbau: Simon Dubnow stand als Historiker Namen wie Leopold Zunz oder Heinrich Graetz entgegen. Er forderte eine Art emanzipatorische Autonomie ein und positionierte sich in seinem Werk gegen eine «Geistes- und Leidensgeschichte der Juden». Ist dieser Ansatz Programm für die... Mehr...
FORSCHUNG SIMONDUBNOW ALS WEGLEITER

Die jüdische Lebenswelt in Europa im Blick

Daniel Zuber , 6. Februar 2017
Das Werk des von den Nazis ermordeten Namensgebers dient als Leitfaden.
Das Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur e.V. an der Universität Leipzig verschreibt sich der Erforschung der jüdischen Kultur und Geschichte in Europa und stellt diese in einen gesamthistorischen Horizont. Thema sind die jüdischen Lebenswelten vom... Mehr...

ERINNERUNG ZIVILES ENGAGEMENT

Wanderweg in die Geschichte

Susannah Edelbaum, 6. Februar 2017
Ein digitaler Wegbegleiter führt zu jüdischen Stätten Leipzigs.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1847 hat die «Israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig» Zeiten der Blüte erlebt, die von der Katastrophe der Jahre 1933–1945 nahezu ausgelöscht worden sind. Weniger bekannt dürfte das bemerkenswerte Wachstum der letzten Jahre von... Mehr...
FRAUENRECHTE VORKÄMPFERIN FÜR EMANZIPATION

Instinkt allein ist nicht genug

Irene Armbruster, 6. Februar 2017
In Leipzig erfährt die jüdische Frauenrechtlerin und Pädagogin Henriette Goldschmidt neue Würdigung.
Geschichtsbewusste Bürger protestierten, richteten eine Mahnwache ein und erfuhren bundesweit Solidarität. Genützt hat es damals nichts. Mit knapper Mehrheit entschieden die Leipziger Stadtverordneten 1999 für den Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses an der... Mehr...

FOTOREPORTAGE ENDE DER DDR, WENDE ZUM AUFBRUCH

Szenen aus meiner Stadt

Matthias Hoch, 6. Februar 2017
Als die Mauer fiel, war der Leipziger Fotograf Matthias Hoch mit seiner Kamera dabei. Er dokumentierte Demonstrationen, Besetzungen und das Gefühl, dass nach der Öffnung alles möglich schien.
Matthias Hoch ist ein deutscher Fotograf, der von 1983 bis 1988 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte. Den Herbst 1989 erlebte er in Leipzig, auf den folgenden Seiten zeigen wir eine Auswahl seiner Fotografien. Nach dem Mauerfall ging er 1990 mit einem Stipendium des... Mehr...
PSYCHOANALYSE WANDERJAHRE MIT FOLGEN

Freud in Leipzig

Katja Behling, 6. Februar 2017
Sigmund Freuds Vater versuchte vergeblich, sich mit seiner Familie 1859 in Leipzig dauerhaft niederzulassen. Die Zeit in der sächsischen Metropole hinterliess Spuren in Freuds psychoanalytischen Theorien.
Wer dem Geist des Begründers der Psychoanalyse Sigmund Freud (1856–1939) nachspüren will, muss drei Städte besuchen: seinen Geburtsort Freiberg, seine Heimat Wien und sein Londoner Exil. Doch auch in Leipzig verbrachte er eine kurze Etappe seines Lebens, und beinahe wäre... Mehr...