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Sieben Thesen zu Israel und der jüdischen Diaspora

Das Jahr 2017 ist für Israel wahrlich historisch: der erste Zionistenkongress fand vor 120 Jahren statt, der UN-Teilungsplan für das damalige Palästina vor 70 Jahren, und vor 50 Jahren siegte Israel im Sechstagekrieg. Anlass für eine Bestandesaufnahme. Mehr...
LEITARTIKEL

Von Palästina nach Israel

Yves Kugelmann, 7. April 2017
Das Jahr 2017 hat es in sich für Israel und die jüdische Nationalbewegung. Bedeutsame Jubiläen markieren ein Jahr, das dank der Wahl von Donald Trump als US-Präsident und dem anhaltenden Aufschwung rechts-nationalistischer Kräfte in Europa ohnehin dramatisch genug begonnen... Mehr...
STANDPUNKT

Anfang oder Ende der Zukunft?

Yves Kugelmann, 7. April 2017
Ein Symposium erinnert an Fritz Stern und zugleich an die Fragilität
der Zukunft der Demokratie.

Kurz vor seinem Tod konstatierte der deutsch-amerikanische Historiker Fritz Stern im Jahre 2016: «Ich glaube, wir stehen vor einem neuen, illiberalen Zeitalter. Ich bin aufgewachsen mit dem Ende einer Demokratie. Jetzt muss ich am Ende meines Lebens die Kämpfe um die Demokratie noch... Mehr...
DIE BALFOUR-DEKLARATION

Das viel verheissene Land

Jonathan Schneer, 7. April 2017
Der Weg zur Balfour-Erklärung vom 2. November 1917 war von Widersprüchen, Täuschungen, Fehlinterpretationen und Wunschdenken geprägt. Deren Folgen wirken bis heute nach. Von Jonathan Schneer
«Nächstes Jahr in Jerusalem». Mit diesem Versprechen beschliessen Juden ihre Pessach-Feiern. Über zwei Jahrtausende blieb der Spruch Ausdruck einer auf die ferne Zukunft gerichteten Hoffnung. Aber nach dem 2. November 1917 wurde daraus der Leitgedanke eines praktischen Plans... Mehr...
ERSTER WELTKRIEG UND PALÄSTINA

Durchbruch bei Beersheba

Ilan Ben Zion, 7. April 2017
Die verwegene Attacke australischer Einheiten auf die türkische Stellung in Beersheba spielte eine wichtige Rolle bei der Eroberung Palästinas durch die Briten im Ersten Weltkrieg. Feiern zu dem Jubiläum am 31. Oktober 2017 sollen die Heldentat dem Vergessen entreissen.
Theodor Herzl hat einmal gesagt, er habe den jüdischen Staat in Basel am Ersten Zionisten-Kongress gegründet. Das war bekanntlich ein halbes Jahrhundert vor der Unabhängigkeitserklärung Israels durch David Ben-Gurion 1947. Dazwischen liegt jedoch eine weithin vergessene... Mehr...
Zweiter Weltkrieg und die USA

Harold Hoskins’ vergebliche Mission

Helmut Mejcher, 7. April 2017
Donald Trump hat «regionale Lösungen» für den Palästinakonflikt ins Gespräch gebracht. Dabei hat das Nahost-Engagement während des Zweiten Weltkrieges mit einem solchen Ansatz begonnen.
Harold B. Hoskins (1896–1977) war ein Nahostberater und Sonderbotschafter von ungewöhnlichem Format. Als Sohn einer presbyterianischen Missionarsfamilie aus Beirut beherrschte er die arabische Sprache seit seiner Kindheit. Neben der Vertrautheit mit der arabischen Lebensweise hatte der... Mehr...

USA UND ISRAEL

Trump, Israel und der Nahe Osten

Jonathan Stevenson, 7. April 2017
Als kühner Aussenseiter und «Deal-Maker» will Präsident Donald Trump
auch die amerikanisch-israelischen Beziehungen stärken. Doch dazu bringt
er bislang nur nebulöse Vorstellungen mit.
Schon als Kandidat hatte Donald Trump die kontraproduktive und auf militärische Gewalt gegründete Haltung von Binyamin Netanyahu in dem Konflikt Israels mit den Palästinensern unterstützt und die Friedens-anstrengungen der Obama-Regierung verhöhnt. Trump begrüsste den... Mehr...
GESCHICHTSSCHREIBUNG

Lunch mit Meyer Weisgal

Walter Laqueur , 7. April 2017
Der prominente Historiker Walter Laqueur gibt Hintergründe zu der Entstehung seines «The History of Zionism». 700 Seitenstark, hat das Standardwerk aus dem Jahr 1972 bis heute keine Nachfolger gefunden.
2017 ist ein Jahr der Jubiläen. Einige davon werden weithin Jubel auslösen, andere weniger. Diesen März jährte sich der Sturz der Monarchie in Russland zum einhundertsten Mal. Im November folgt das Jubiläum der anschliessenden Machtergreifung durch die Bolschewiki. Dass die... Mehr...
JÜDISCHE POSITIONEN

Die Grenzen des Zionismus

Andreas Mink
, 7. April 2017
Peter Beinart über die wachsende Kluft zwischen amerikanischen Juden und Israel. Interview Andreas Mink.
aufbau: Herr Beinart, Sie kritisieren Donald Trump in Ihren Beiträgen beim «Forward» oder «The Atlantic» für seine Nahostpolitik und rechtsnationalistische Rhetorik. Haben Sie selbst auch an den Protesten gegen Trump teilgenommen?
Peter Beinart: Ja, aber nur... Mehr...
KONFLIKTE

Olivenzweig und Sarg

Ilan Ben Zion, 7. April 2017
«Intifada» hat Konjunktur in der israelischen Öffentlichkeit. Doch Experten wollen den Begriff nur für den weitgehend gewaltfreien Massenaufstand der Palästinenser nach dem Dezember 1987 gelten lassen.
Im November legten Brände ganze Landstriche Israels in Asche. Während Zehntausende aus ihren Wohnungen flohen, sprach Premier Binyamin Netanyahu von «Brandstiftung als Terrorismus», und israelische Medien nannten die Flächenbrände eine «Feuer-Intifada».... Mehr...
RUSSISCHE IMMIGRATION

Wie russisch ist Israel heute?

Regula Heusser-Markun, 7. April 2017
Die 1,2 Millionen Immigranten aus dem Gebiet der früheren UdSSR stellen zwanzig Prozent der jüdischen Einwohner und die grösste Minderheit in Israel.
Anfang März dieses Jahres wurde bei der Duma ein Gesetzesentwurf eingereicht, wonach alle der russischen Sprache mächtigen Personen, die aus den Ländern stammen, die einst zur UdSSR oder zum Zarenreich gehörten, einen russischen Pass bekommen können. Laut dem Vorsitzenden... Mehr...
KULTUR ZIONISMUS

Der Zionistische Kampf der Kulturen

Natan Sznaider, 7. April 2017
Die Kampfansage von Ahad Haam gegen den mitteleuropäischen Zionismus von Theodor Herzl.
Ereignisse haben normalerweise das letzte Wort. Manchmal haben aber auch Autoren dieses letzte Wort. Gerade in der Vorgeschichte Israels ist das der Fall. Es gibt Momente, da haben Rezensionen eine grössere Resonanz als die Bücher selbst, die besprochen werden. Ein solcher Moment war der... Mehr...

VETERANEN

Im Spiegel der Vergangenheit

Gisela Dachs
, 7. April 2017
Der Staat Israel wurde aus einem existentiellen Konflikt zwischen zionistischen Siedlern und Palästinensern geboren. Historiker Avraham Sela über kollektive Erinnerung, Krieg und Mythen. Interview von Gisela Dachs.
aufbau: Am Tag nach seiner Unabhängigkeitserklärung 1948 wurde Israel von fünf arabischen Armeen überfallen und musste um seine Existenz kämpfen. Wie blickt man heute auf diesen ersten Krieg zurück?    
Avraham Sela (Foto rechts): 70 Jahre... Mehr...